„Kein Nischenthema, sondern zentrale Herausforderung“ - SPD-Kreistagsfraktion befasst sich mit Insektenschutz

 


In der Sitzung am 6. Juni 2018 hat sich die SPD-Kreistagsfraktion mit dem Thema Insektenrückgang und den damit verbundenen Problemen und Herausforderungen beschäftigt. Als Gast und Referentin konnte Simone Flohr aus Sillium begrüßt werden. „Ich freue mich, dass wir uns heute mit diesem Thema beschäftigen“, so Klaus Bruer. „Das Insektensterben und der Artenverlust sind kein Nischenthema, sondern eine ernste und zentrale Herausforderung.“

Seit 1989 ist die Anzahl der Insekten im Durchschnitt um 76 Prozent geschrumpft. Eine erschreckende Zahl, hat doch der Rückgang der Insekten große Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, das Öko-System und das menschliche Leben. „Jedes Insekt hat eine Funktion in unserem Öko-System“, betont Simone Flohr. „Wenn eine Art ausstirbt, dann werden Lücken im Öko-System gerissen, die deutliche und nachhaltige Spuren hinterlassen.“
In ihrem Vortrag skizzierte Simone Flohr die Ursachen, u.a. die strukturarme Landwirtschaft, die Fokussierung auf Mais-Anbau, der Einsatz von Pestiziden und Glyphosat, das Verdrängen von Wildpflanzen, aber auch die zugenommene Lichtverschmutzung (d.h. die hohe Anziehungskraft von künstlichen Lichtquellen, die letztendlich die Insekten töten).
Gleichzeitig zeigte sie Wege auf, wie Landkreis und Kommunen einen Beitrag leisten können, um dem Insektensterben zu begegnen. „Das Anlegen von Hecken und Blühstreifen an Kreis- und Gemeindestraßen wäre ein wichtiger Schritt“, so Simone Flohr. Auch Renaturierungsprogramme könnten genutzt werden, um bestimmten Tierarten eine Heimat zu schaffen, die sie sonst nicht mehr haben. Sie betonte dabei den hohen Stellenwert von Information und Aufklärung. „Die Bereitstellung von Handreichungen und Informationsmaterial sowie das Aufzeigen von Fördermöglichkeiten wäre ein wichtiger Beitrag.“

Klaus Bruer bedankte sich bei Simone Flohr. „Es war ein engagierter interessanter Vortrag“, so Klaus Bruer. Der Vortrag habe gezeigt, dass es bei diesem Thema konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Politik im Landkreis und den Kommunen gebe. „Ich würde mich freuen, wenn der zuständige Arbeitskreis hierzu weiterarbeiten und eine Initiative für die Kreispolitik vorbereiten würde.“ Hierzu lud er Simone Flohr ein. „Es wäre schön, wenn Du Interesse hättest, Dich mit Deiner Expertise hier in die Arbeit einzubringen.“


 

 


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